Hömma, hiea iset: die töffte Ruhrpott-Schwaate vonne Kollegin

Im Ruhrpott fracht man „Wie iset“ und kricht als Antwort „Muss“. Un genau so kommt dat Lilliput Dialekt-Wöatabuch Ruhrpott-Deutsch mit 5.000 Wöatakes von unsare Kollegin Sandra Anni Lang inne Puschen. Dat ist getz vonne Knödel aussem Langenscheidt-Valach von München innen Mini-Format raus gebracht worn.
„Hömma, ein ganzet Jaa waa ich an dat Büchsken am machen dran. Da weiße abba wo der Hamma hängt!“, sacht die Kollegin wieset denkt. Innet Büchsken finze Wöatakes wie Kawenzmann (großes Stück Kohle oder Gestein/füllige, große Person), Palaawa (ergebnisloses Gespräch, Gerede: „Getz mamma Butta beie Fische unnich sonn Palawaa!“) oda Tranfunzel (Faulpelz/trübes Licht). Un davon 5.000 Stück.
Neben die Wöatakes hattse noch so um die 50 Dönekes drum rum gestrickt. Zum Beispiel: Wat heißt dat einxlich, wenn man im Pott sacht „Hängen im Schacht“, wie waa dat dammals mit den „Ernst Kuzorra seine Frau ihr Stadion“ oda warum man sich innet Revier an allet gewöhnt – vor allem am Dativ mit sowatt wie „Dat Auto ist mein Vadda seinet!“.
Dat Lilliput-Wöatabuch kannze nehm zum Guckn fürre Übasetzungen Ruhrpott-Deutsch – Hochdeutsch abba auch füüa Hochdeutsch – Ruhrpott-Deutsch. Oppe getz aussem Pott wech kommz oda abba auch von woandas – dat Büchsken is imma ‘n töfftet Geschenk mit viele Dönekes.
Viel Spass!
Hiea kannze dat bestelln.
